KV-Abschluss Elektro- & Elektronikindustrie: +3,2 Prozent

Die KV-Verhandlungen 2018 für die knapp 50.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) wurden am 23. April von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit den Arbeitgebern erfolgreich abgeschlossen. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter werden ab 1. Mai um 3,2 Prozent , die IST-Löhne/Gehälter um 3,1 Prozent erhöht.

Erfolge für Lehrlinge und SchichtarbeiterInnen

Darüber hinaus wurde die Zulage für die Nachtschicht/dritte Schicht mit 6 Prozent besonders kräftig erhöht. Die Lehrlingsentschädigungen wurden auf runde Werte (700, 900, 1150, 1550) angehoben und steigen damit im Schnitt um 9 Prozent. Einen Erfolg konnten die Gewerkschaften auch im Rahmenrecht verbuchen: Für Arbeiten am 24. und 31. Dezember war bisher bis 12 Uhr ein 50-prozentiger Zuschlag fällig. Künftig gilt an diesen Tagen vormittags wie nachmittags ein Zuschlag von 100 Prozent.

Freizeitoption 2018

Im EEI-Kollektivvertrag ist die Freizeitoption bis 2025 grundsätzlich gesichert. Voraussetzung für die Anwendung ist der Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat. Mit dem vorliegenden Abschluss kann die IST-Lohn/Gehaltserhöhung gegen monatlich 5 Stunden und 10 Minuten mehr Freizeit eingetauscht werden. Das entspricht 62 Stunden pro Jahr.

Der Abschluss im Detail:

  • KV-Löhne/Gehälter: +3,2 Prozent
  • Neuer Mindestlohn: 1.800,97 Euro
  • IST-Löhne/Gehälter: +3,1 Prozent
  • Lehrlingsentschädigungen: im Schnitt +9 Prozent
  • Nachtarbeitszulage/Zulage für die 3. Schicht: +6 Prozent
    Zulagen: +2,5 Prozent
  • Aufwandsentschädigungen: +2,1 Prozent
  • Freizeitoption: 5 Stunden 10 Minuten pro Monat
  • 24. & 31. Dezember: 100 Prozent Zuschlag auch am Vormittag
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018

KV-Abschluss Chemische Industrie: +3,2 Prozent

KV-Löhne und -Gehälter +3,2 Prozent, Ist-Löhne und -Gehälter +3,1 Prozent, Mindesterhöhung 70,- Euro

Nach der BetriebsrätInnen-Konferenz am Vortag konnten die KV-Verhandlungen der Chemischen Industrie am 18. April in den späten Abendstunden erfolgreich abgeschlossen werden. Mir diesem Abschluss haben die Gewerkschaften für die rund 45.000 Beschäftigten eine Einkommenssteigerung von mindestens 980,- Euro im Jahr erreicht. Der neue Mindestlohn beträgt 1.908,66 Euro.

Der Abschluss im Überblick:

  • Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter sowie der Lehrlingsentschädigungen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der kaufmännischen Lehrlingsentschädigungen um 10%
  • Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,1 Prozent, jedoch mindestens um € 70,-
  • Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und des Messegeldes um 2,1 Prozent
  • Außerdem wurde die Möglichkeit der Umwandlung des Jubiläumsgeldes nach 25 Dienstjahren in Freizeit vereinbart.

Chemische Industrie: BR-Konferenz vor 3. Runde

Termine für Betriebsversammlungen in allen Unternehmen bereits fixiert

> mehr Fotos von der Konferenz

Nachdem auch die zweite Runde der KV-Verhandlungen in der Chemischen Industrie ohne Ergebnis geblieben ist, hielten PRO-GE und GPA-djp in Linz eine BetriebsrätInnenkonferenz ab. Die rund 130 TeilnehmerInnen beschlossen einstimmig, alle gewerkschaftlichen Maßnahmen auszuschöpfen, sollten die Verhandlungen scheitern. Wird in der heutigen dritten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt, finden vorerst von 23. bis 25. April in allen Unternehmen der Branche Betriebsversammlungen statt.

Gewerkschaften fordern 4  Prozent

In den bisherigen Verhandlungen lehnten die Arbeitgeber alle Rahmenrechtsforderungen der Gewerkschaften ab und boten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von lediglich 2,5 Prozent an. Dem gegenüber steht die Gewerkschaftsforderung von vier Prozent Erhöhung. „Die heimische Industrie ist auf Rekordkurs. Es ist höchste Zeit, die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen“, betonen die BetriebsrätInnen.

Elektro-/Elektronikindustrie: Die neuesten Fotos

Auch diese Woche sind wieder Bilder aus den Betrieben hereingekommen.

Papierindustrie: Erfolgreicher Abschluss

In der dritten Verhandlungsrunde haben PRO-GE und GPA-djp einen KV-Abschluss für die Beschäftigten in der Papier- und Pappenerzeugenden Industrie erreicht.

Das Ergebnis im Überblick:

  • + 3,00 % KV-Löhne/Gehälter
  • + 2,75 % IST-Löhne/Gehälter → mindestens jedoch 70,- Euro
  • + 3,00 % Lehrlingsentschädigungen und Zulagen
  • + 2,05 % Aufwandsentschädigungen
  • Rahmenrecht: Volle Karenzanrechnung, auch auf Vorrückungen/Biennien (Ang.)
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018

Von den Arbeitgebern geforderte Verschlechterungen wurden abgewehrt.

Chemische Industrie: Keine Einigung in der zweiten Runde

Trotz mehrstündigen Gesprächen blieb die zweite Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der chemischen Industrie ohne Ergebnis. Die Arbeitegbervertreter lehnten alle rahmenrechtlichen Forderungen von PRO-GE und GPA-djp ab. Bei den Lohn- und Gehaltserhöhungen liegen die Vorstellungen ebenfalls noch deutlich auseinander.

Auch bei Borealis in Schwechat-Mannswörth hält sich die Zufriedenheit mir dem Arbeitgeber-Angebot in Grenzen

Nächster Schritt: BetriebsrätInnen-Konferenz

Die Verhandlungen werden am 18. April fortgesetzt. Die Gewerkschaften werden daher am 17. April eine BetriebsrätInnen-Konferenz in Linz durchführen. Sollte auch die dritte Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis führen, sind von 23. bis 25. April Betriebsversammlungen vorgesehen.

Elektro-/Elektronikindustrie: Fotos aus der Steiermark

Wir bekommen laufend Bilder aus den Betrieben, zuletzt eine größere Menge von Siemens Transformers in oststeirischen Weiz.

Chemische Industrie: Forderungen übergeben

Startschuss für die KV-Verhandlungen in Österreichs drittgrößter Industriebranche: Am 5. April eröffneten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp die diesjährige Lohn- und Gehaltsrunde für die rund 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie mit der Übergabe des Forderungsprogrammes und der ersten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebervertretern. In dieser ersten Runde stand die Diskussion rahmenrechtlicher Forderungen im Vordergrund, ein konkretes Angebot zu Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt noch nicht vor. Die Verhandlungen werden am 10. April fortgesetzt.

Das Forderungsprogramm:

Gehalts/Lohnrechtlicher Teil

  • Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen – Möglichkeit der Freizeitoption
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungssätze, Angleichung der Lehrlingsentschädigung der kaufmännischen Lehrlinge an die der gewerblichen Lehrlinge
  • Erhöhung der Zulagen und Aufwandsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • Einführung von Gesundheitstagen
  • Recht auf Altersteilzeit
  • Jubiläumsgeld
    • Umwandlung auch für 25jähriges Dienstjubiläum
    • Recht auf Betriebsvereinbarung
  • Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht
  • Inlandstaggeld für alle Auslandsreisen, sofern dieses höher ist

Textilindustrie: Zweite Etappe für 1.500 Euro Mindestlohn tritt in Kraft

In der Textilindustrie haben sich die Sozialpartner im Vorjahr auf einen zweijährigen Abschluss mit einem Stufenplan zum Erreichen von 1.500 Euro Mindestlohn bis 1. Dezember 2018 geeinigt. Am 1. April 2018 tritt jetzt die zweite Etappe des Stufenplans in Kraft.

Damit ergeben sich folgende lohnrechtliche Verbesserungen:

  • KV-Löhne: +3,06 % im Durchschnitt (bis zu +4,3 % in den niedrigsten Lohngruppen)
  • Ist-Löhne/Gehälter: +2,3 %
  • Lehrlingsentschädigungen: +1,9 %
  • Reisekosten-, Trennungsentschädigung, sowie Messegelder: + 2,05 %

Geltungsbeginn: 1. April 2018
Laufzeit: bis 31.3.2019 (Die Erhöhung der Kollektivvertragslöhne vom 1.12.2018 gilt bis 31.3.2020.)

Mit 1. Dezember 2018 erfolgt die dritte und letzte Etappe des Stufenplans mit einer weiteren Erhöhung der KV-Mindestlöhne um durchschnittlich 3,02 Prozent und bis zu 4,1 Prozent in den niedrigsten Lohngruppen. Die nächsten Verhandlungen zu Rahmenrecht und Ist-Lohn/Gehalt finden mit Februar/März 2019 statt.