Lederwaren- & Kofferindustrie: Abschluss in erster Runde

Die KV-Verhandlungen für die Beschäftigten in der Lederwaren- und Kofferindustrie konnten am 17. Mai erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Ergebnis im Überblick:

  • 1.500 Euro Mindestlohn/Gehalt zum 1.6.2018 erreicht!
  • KV-Löhne: 2. Etappe entsprechend Stufenplan/Lohntabelle auf 1.500 Euro (+7,06 % im Durchschnitt)
  • +2,5 % KV-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • +2,25 % IST-Löhne/-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • +2,5 % Lehrlingsentschädigungen (gerundet auf den nächsten vollen Cent/Euro)
  • +2,25 % Zulagen, Zuschläge und Prämien
  • Geltungsbeginn: 1. Juni 2018
  • Laufzeit: 12 Monate

Abschluss Schuhindustrie

Bei der heutigen Kollektivvertragsverhandlung für die Beschäftigten in der Schuhindustrie konnten PRO-GE und GPA-djp nachstehenden Abschluss erzielen:

  • 1.500 EURO MINDESTLOHN/GEHALT zum 31.12.2018 erreicht!
  • + KV-Löhne 2. und 3. Etappe entsprechend Stufenplan/Lohntabelle
    + 8,32 % im Durchschnitt (bis zu + 9,38 % in den untersten Lohngruppen)
  • + 2,35 % KV-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • + 2,35 % IST-Löhne/-Gehälter laut Vereinbarung basierend auf VPI-Durchschnitt plus 0,3 %
    (gerundet auf den nächsten vollen Cent/Euro)
  • + 2,35 % Lehrlingsentschädigungen
    (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • + 2,03 % Zulagen und Zuschläge
  • Rahmenrecht- Arbeiter:
  • + Einführung eines neuen Lohngruppenschemas – von Tätigkeiten/Funktionsmodell hin zu qualifikationsbasierten Lohngruppen
  • Geltungsbeginn: 01. Juni 2018

Verhandlungsstart in der Glashüttenindustrie

Nach einer kurzen Pause, ging die diesjährige Frühjahrslohn- und -gehaltsrunde heute mit der ersten Verhandlung für die Beschäftigten der Glashüttenindustrie weiter. Von Arbeitgeberseite gab es allerdings kein Entgegenkommen bei den rahmenrechtlichen Forderungen der Gewerkschaften und ein Angebot von nur 2,5 Prozent für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Verhandlungen blieben daher ohne Ergebnis. Die nächste Runde findet am 4. Juni statt.

Das Forderungsprogramm der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp:

Gehalts-/Lohnrechtlicher Teil

  • Eine reale Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter sowie der im KV angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Eine reale Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter sowie der innerbetrieblichen Zulagen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • 24. und 31. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts
  • Verankerung der Familienzeit (Papamonat)
  • Neudefinition der Lohngruppe 1 in der Hohlglasindustrie

Geltungstermin: 1. Juni 2018
Laufzeit: 12 Monate

KV-Abschluss Elektro- & Elektronikindustrie: +3,2 Prozent

Die KV-Verhandlungen 2018 für die knapp 50.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) wurden am 23. April von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit den Arbeitgebern erfolgreich abgeschlossen. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter werden ab 1. Mai um 3,2 Prozent , die IST-Löhne/Gehälter um 3,1 Prozent erhöht.

Erfolge für Lehrlinge und SchichtarbeiterInnen

Darüber hinaus wurde die Zulage für die Nachtschicht/dritte Schicht mit 6 Prozent besonders kräftig erhöht. Die Lehrlingsentschädigungen wurden auf runde Werte (700, 900, 1150, 1550) angehoben und steigen damit im Schnitt um 9 Prozent. Einen Erfolg konnten die Gewerkschaften auch im Rahmenrecht verbuchen: Für Arbeiten am 24. und 31. Dezember war bisher bis 12 Uhr ein 50-prozentiger Zuschlag fällig. Künftig gilt an diesen Tagen vormittags wie nachmittags ein Zuschlag von 100 Prozent.

Freizeitoption 2018

Im EEI-Kollektivvertrag ist die Freizeitoption bis 2025 grundsätzlich gesichert. Voraussetzung für die Anwendung ist der Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat. Mit dem vorliegenden Abschluss kann die IST-Lohn/Gehaltserhöhung gegen monatlich 5 Stunden und 10 Minuten mehr Freizeit eingetauscht werden. Das entspricht 62 Stunden pro Jahr.

Der Abschluss im Detail:

  • KV-Löhne/Gehälter: +3,2 Prozent
  • Neuer Mindestlohn: 1.800,97 Euro
  • IST-Löhne/Gehälter: +3,1 Prozent
  • Lehrlingsentschädigungen: im Schnitt +9 Prozent
  • Nachtarbeitszulage/Zulage für die 3. Schicht: +6 Prozent
    Zulagen: +2,5 Prozent
  • Aufwandsentschädigungen: +2,1 Prozent
  • Freizeitoption: 5 Stunden 10 Minuten pro Monat
  • 24. & 31. Dezember: 100 Prozent Zuschlag auch am Vormittag
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018

KV-Abschluss Chemische Industrie: +3,2 Prozent

KV-Löhne und -Gehälter +3,2 Prozent, Ist-Löhne und -Gehälter +3,1 Prozent, Mindesterhöhung 70,- Euro

Nach der BetriebsrätInnen-Konferenz am Vortag konnten die KV-Verhandlungen der Chemischen Industrie am 18. April in den späten Abendstunden erfolgreich abgeschlossen werden. Mir diesem Abschluss haben die Gewerkschaften für die rund 45.000 Beschäftigten eine Einkommenssteigerung von mindestens 980,- Euro im Jahr erreicht. Der neue Mindestlohn beträgt 1.908,66 Euro.

Der Abschluss im Überblick:

  • Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter sowie der Lehrlingsentschädigungen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der kaufmännischen Lehrlingsentschädigungen um 10%
  • Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,1 Prozent, jedoch mindestens um € 70,-
  • Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und des Messegeldes um 2,1 Prozent
  • Außerdem wurde die Möglichkeit der Umwandlung des Jubiläumsgeldes nach 25 Dienstjahren in Freizeit vereinbart.

Chemische Industrie: BR-Konferenz vor 3. Runde

Termine für Betriebsversammlungen in allen Unternehmen bereits fixiert

> mehr Fotos von der Konferenz

Nachdem auch die zweite Runde der KV-Verhandlungen in der Chemischen Industrie ohne Ergebnis geblieben ist, hielten PRO-GE und GPA-djp in Linz eine BetriebsrätInnenkonferenz ab. Die rund 130 TeilnehmerInnen beschlossen einstimmig, alle gewerkschaftlichen Maßnahmen auszuschöpfen, sollten die Verhandlungen scheitern. Wird in der heutigen dritten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt, finden vorerst von 23. bis 25. April in allen Unternehmen der Branche Betriebsversammlungen statt.

Gewerkschaften fordern 4  Prozent

In den bisherigen Verhandlungen lehnten die Arbeitgeber alle Rahmenrechtsforderungen der Gewerkschaften ab und boten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von lediglich 2,5 Prozent an. Dem gegenüber steht die Gewerkschaftsforderung von vier Prozent Erhöhung. „Die heimische Industrie ist auf Rekordkurs. Es ist höchste Zeit, die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen“, betonen die BetriebsrätInnen.

Elektro-/Elektronikindustrie: Die neuesten Fotos

Auch diese Woche sind wieder Bilder aus den Betrieben hereingekommen.

Papierindustrie: Erfolgreicher Abschluss

In der dritten Verhandlungsrunde haben PRO-GE und GPA-djp einen KV-Abschluss für die Beschäftigten in der Papier- und Pappenerzeugenden Industrie erreicht.

Das Ergebnis im Überblick:

  • + 3,00 % KV-Löhne/Gehälter
  • + 2,75 % IST-Löhne/Gehälter → mindestens jedoch 70,- Euro
  • + 3,00 % Lehrlingsentschädigungen und Zulagen
  • + 2,05 % Aufwandsentschädigungen
  • Rahmenrecht: Volle Karenzanrechnung, auch auf Vorrückungen/Biennien (Ang.)
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018

Von den Arbeitgebern geforderte Verschlechterungen wurden abgewehrt.

Chemische Industrie: Keine Einigung in der zweiten Runde

Trotz mehrstündigen Gesprächen blieb die zweite Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der chemischen Industrie ohne Ergebnis. Die Arbeitegbervertreter lehnten alle rahmenrechtlichen Forderungen von PRO-GE und GPA-djp ab. Bei den Lohn- und Gehaltserhöhungen liegen die Vorstellungen ebenfalls noch deutlich auseinander.

Auch bei Borealis in Schwechat-Mannswörth hält sich die Zufriedenheit mir dem Arbeitgeber-Angebot in Grenzen

Nächster Schritt: BetriebsrätInnen-Konferenz

Die Verhandlungen werden am 18. April fortgesetzt. Die Gewerkschaften werden daher am 17. April eine BetriebsrätInnen-Konferenz in Linz durchführen. Sollte auch die dritte Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis führen, sind von 23. bis 25. April Betriebsversammlungen vorgesehen.