KV-Abschluss Lederindustrie: 1.500 Euro bis 2020

Nach harten aber lösungsorientierten Verhandlungen konnte am 28. Juni 2018 in den späten Abendstunden ein KV-Abschluss erzielt werden. Die Mindestlöhne/-gehälter werden auch in der Lederindustrie in Schritten auf 1500 Euro angehoben. Für die niedrigsten KV-Lohngruppen ergibt dies bis zu + 17 Prozent in den nächsten Jahren.

Darüber hinaus gibt es ein Bekenntnis zur Sozialpartnerschaft und der Präsidentenvereinbarung zu 1500 Euro Mindestlohn bis 2020 sowie eine Zielvereinbarung zur Umsetzung in den nächsten drei Lohnrunden.

Lohnrechtliche Verbesserungen

  • 2,25 % Erhöhung der KV-Löhne/Gehälter
  • IST-Löhne/Gehälter Aufrechterhalten der Überzahlungen
  • 2,25 % Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen
  • Arbeiter: Überarbeitung der Lohngruppen bis Ende 2018
  • Der neue KV-Mindestlohn beträgt € 1.273,33

Laufzeit: 12 Monate

Geltungsbeginn: 1. Juli 2018

Mit diesem KV-Abschluss konnte auch für die letzte Berufsgruppe der Branchen Textil-Bekleidung-Leder, die Umsetzung von 1500 Euro Mindestlohn fixiert werden.

Zwischenbericht Lederindustrie: Respekt für uns und unsere Arbeit – 1.500 Euro Mindestlohn JETZT!

Wie bereits berichtet, wurden die laufenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen am 5. Juni von Seiten der Arbeitgeber kurzfristig abgesagt. Fadenscheinige Argumente – betriebsinterne Angelegenheiten eines (!) Unternehmens – wurden vorgeschoben.

Gemeinsam mit den BetriebsrätInnen der Branche wurde die weitere Vorgehensweise festgelegt:
…Information der Beschäftigten in den Betrieben
…Unterstützung durch Unterschriftenliste (Soli-Aktion)
…Infokarten und Online-Aktivitäten

AKTUELLER ZWISCHENBERICHT:

INFO/VERSAMMLUNGEN in den Betrieben haben stattgefunden
>> sehr gutes Feedback – Respekt für uns und unsere Arbeit!

PLAKATE und INFOKARTEN dzt. in Verteilung
>> 3600 Karten produziert

UNTERSCHRIFTENLISTEN und SOLI-AKTION
>> bisher 1.102 Unterschriften eingelangt

NEUE INFOSEITE auf FACEBOOK (Mehrsprachige Branchen-Plattform)
>> 126 Seiten-Follower in der ersten Woche (!)
>> Reichweite 7.385 Personen/Anzeige unserer Beiträge (6.571 x Abbruch-Plakat; 675 x Video Wimmer/Mund…!! )
>> 1.148 Beitragsinteraktionen (Reaktionen, Kommentare und geteilte Inhalte…)
https://www.facebook.com/PROGE.Textil/

PROTEST-BRIEF an den Fachverband von PRO-GE/GPA-djp
>> Bisher NOCH KEIN NEUER VERHANDLUNGS-TERMIN!

Wir fordern weiterhin die rasche Aufnahme von Verhandlungen!
>> Unterstütze uns weiter! – Facebook teilen, Unterschriften sammeln, Message verbreiten!

Unterschriftenliste
Plakat
Infokarte

Arbeitgeber-Affront in der Lederindustrie: 1. Verhandlung abgesagt!

Bei der für 5. Juni angesetzten ersten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Lederindustrie teilten Vertreter des Fachverbandes dem in der WKO erschienenen Verhandlungsteam von PRO-GE und GPA-djp mit, dass die Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite nicht erscheinen würden. Als fadenscheinige Begründung für diese extrem kurzfristige Absage wurden betriebsinterne Angelegenheiten in einem der Unternehmen vorgeschoben.

PRO-GE und GPA-djp fordern von den Arbeitgebern deutlich mehr Respekt für die Beschäftigten und ihre Arbeit und drängen auf eine rasche Aufnahme der Verhandlungen. Im nächsten Schritt werden die Gewerkschaften daher die Beschäftigten informieren und weitere Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Betriebe starten. In der Lederindustrie ist eine Lösung für 1.500 Euro Mindestlohn immer noch ausständig. Für PRO-GE und GPA-djp steht fest: Die Arbeitnehmerinnen brauchen mehr Geld und haben es sich auch verdient!

Plakat (PDF)
Unterschriftenliste (PDF)

Abschluss in der Glashüttenindustrie

Der gemeinsame Einsatz für die Beschäftigten in der Glashüttenindustrie war erfolgreich!

Am 4. Juni 2018 haben PRO-GE und GPA-djp mit den ArbeitgeberInnen der Glasindustrie in der zweiten Verhandlungsrunde die Kollektivvertragsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen.

Das Verhandlungsergebnis im Detail:

  • Erhöhung der Mindestgehälter/-löhne um 3 Prozent
  • Erhöhung der IST-Gehälter/-Löhne um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um € 60,00*
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 3 Prozent
  • Erhöhung der kollektivvertraglichen Zulagen um 3 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen um 3 Prozent
  • Erhöhung der innerbetrieblichen Zulagen um 2,8 Prozent

* das sind bis zu 3,5 Prozent. Ergibt der Prozentsatz weniger als 60 Euro, so wird der Lohn/das Gehalt um den Mindestbetrag von 60 Euro erhöht. Dies betrifft sowohl KV- als auch IST-Lohn- und GehaltsbezieherInnen! Die Lohn- und Gehaltstabelle wird jedoch nur um den Prozentsatz erhöht.

Geltungstermin: Der neue Kollektivvertrag tritt mit 1. Juni 2018 in Kraft.

Laufzeit: 12 Monate

Neuer Mindestmonatslohn: € 1.781,52

Lederwaren- & Kofferindustrie: Abschluss in erster Runde

Die KV-Verhandlungen für die Beschäftigten in der Lederwaren- und Kofferindustrie konnten am 17. Mai erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Ergebnis im Überblick:

  • 1.500 Euro Mindestlohn/Gehalt zum 1.6.2018 erreicht!
  • KV-Löhne: 2. Etappe entsprechend Stufenplan/Lohntabelle auf 1.500 Euro (+7,06 % im Durchschnitt)
  • +2,5 % KV-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • +2,25 % IST-Löhne/-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • +2,5 % Lehrlingsentschädigungen (gerundet auf den nächsten vollen Cent/Euro)
  • +2,25 % Zulagen, Zuschläge und Prämien
  • Geltungsbeginn: 1. Juni 2018
  • Laufzeit: 12 Monate

Abschluss Schuhindustrie

Bei der heutigen Kollektivvertragsverhandlung für die Beschäftigten in der Schuhindustrie konnten PRO-GE und GPA-djp nachstehenden Abschluss erzielen:

  • 1.500 EURO MINDESTLOHN/GEHALT zum 31.12.2018 erreicht!
  • + KV-Löhne 2. und 3. Etappe entsprechend Stufenplan/Lohntabelle
    + 8,32 % im Durchschnitt (bis zu + 9,38 % in den untersten Lohngruppen)
  • + 2,35 % KV-Gehälter (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • + 2,35 % IST-Löhne/-Gehälter laut Vereinbarung basierend auf VPI-Durchschnitt plus 0,3 %
    (gerundet auf den nächsten vollen Cent/Euro)
  • + 2,35 % Lehrlingsentschädigungen
    (gerundet auf den nächsten vollen Euro)
  • + 2,03 % Zulagen und Zuschläge
  • Rahmenrecht- Arbeiter:
  • + Einführung eines neuen Lohngruppenschemas – von Tätigkeiten/Funktionsmodell hin zu qualifikationsbasierten Lohngruppen
  • Geltungsbeginn: 01. Juni 2018

Verhandlungsstart in der Glashüttenindustrie

Nach einer kurzen Pause, ging die diesjährige Frühjahrslohn- und -gehaltsrunde heute mit der ersten Verhandlung für die Beschäftigten der Glashüttenindustrie weiter. Von Arbeitgeberseite gab es allerdings kein Entgegenkommen bei den rahmenrechtlichen Forderungen der Gewerkschaften und ein Angebot von nur 2,5 Prozent für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Verhandlungen blieben daher ohne Ergebnis. Die nächste Runde findet am 4. Juni statt.

Das Forderungsprogramm der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp:

Gehalts-/Lohnrechtlicher Teil

  • Eine reale Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter sowie der im KV angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Eine reale Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter sowie der innerbetrieblichen Zulagen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • 24. und 31. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts
  • Verankerung der Familienzeit (Papamonat)
  • Neudefinition der Lohngruppe 1 in der Hohlglasindustrie

Geltungstermin: 1. Juni 2018
Laufzeit: 12 Monate

KV-Abschluss Elektro- & Elektronikindustrie: +3,2 Prozent

Die KV-Verhandlungen 2018 für die knapp 50.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie (EEI) wurden am 23. April von den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit den Arbeitgebern erfolgreich abgeschlossen. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter werden ab 1. Mai um 3,2 Prozent , die IST-Löhne/Gehälter um 3,1 Prozent erhöht.

Erfolge für Lehrlinge und SchichtarbeiterInnen

Darüber hinaus wurde die Zulage für die Nachtschicht/dritte Schicht mit 6 Prozent besonders kräftig erhöht. Die Lehrlingsentschädigungen wurden auf runde Werte (700, 900, 1150, 1550) angehoben und steigen damit im Schnitt um 9 Prozent. Einen Erfolg konnten die Gewerkschaften auch im Rahmenrecht verbuchen: Für Arbeiten am 24. und 31. Dezember war bisher bis 12 Uhr ein 50-prozentiger Zuschlag fällig. Künftig gilt an diesen Tagen vormittags wie nachmittags ein Zuschlag von 100 Prozent.

Freizeitoption 2018

Im EEI-Kollektivvertrag ist die Freizeitoption bis 2025 grundsätzlich gesichert. Voraussetzung für die Anwendung ist der Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zwischen Unternehmen und Betriebsrat. Mit dem vorliegenden Abschluss kann die IST-Lohn/Gehaltserhöhung gegen monatlich 5 Stunden und 10 Minuten mehr Freizeit eingetauscht werden. Das entspricht 62 Stunden pro Jahr.

Der Abschluss im Detail:

  • KV-Löhne/Gehälter: +3,2 Prozent
  • Neuer Mindestlohn: 1.800,97 Euro
  • IST-Löhne/Gehälter: +3,1 Prozent
  • Lehrlingsentschädigungen: im Schnitt +9 Prozent
  • Nachtarbeitszulage/Zulage für die 3. Schicht: +6 Prozent
    Zulagen: +2,5 Prozent
  • Aufwandsentschädigungen: +2,1 Prozent
  • Freizeitoption: 5 Stunden 10 Minuten pro Monat
  • 24. & 31. Dezember: 100 Prozent Zuschlag auch am Vormittag
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018

KV-Abschluss Chemische Industrie: +3,2 Prozent

KV-Löhne und -Gehälter +3,2 Prozent, Ist-Löhne und -Gehälter +3,1 Prozent, Mindesterhöhung 70,- Euro

Nach der BetriebsrätInnen-Konferenz am Vortag konnten die KV-Verhandlungen der Chemischen Industrie am 18. April in den späten Abendstunden erfolgreich abgeschlossen werden. Mir diesem Abschluss haben die Gewerkschaften für die rund 45.000 Beschäftigten eine Einkommenssteigerung von mindestens 980,- Euro im Jahr erreicht. Der neue Mindestlohn beträgt 1.908,66 Euro.

Der Abschluss im Überblick:

  • Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter sowie der Lehrlingsentschädigungen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der kaufmännischen Lehrlingsentschädigungen um 10%
  • Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,1 Prozent, jedoch mindestens um € 70,-
  • Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und des Messegeldes um 2,1 Prozent
  • Außerdem wurde die Möglichkeit der Umwandlung des Jubiläumsgeldes nach 25 Dienstjahren in Freizeit vereinbart.

Chemische Industrie: BR-Konferenz vor 3. Runde

Termine für Betriebsversammlungen in allen Unternehmen bereits fixiert

> mehr Fotos von der Konferenz

Nachdem auch die zweite Runde der KV-Verhandlungen in der Chemischen Industrie ohne Ergebnis geblieben ist, hielten PRO-GE und GPA-djp in Linz eine BetriebsrätInnenkonferenz ab. Die rund 130 TeilnehmerInnen beschlossen einstimmig, alle gewerkschaftlichen Maßnahmen auszuschöpfen, sollten die Verhandlungen scheitern. Wird in der heutigen dritten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt, finden vorerst von 23. bis 25. April in allen Unternehmen der Branche Betriebsversammlungen statt.

Gewerkschaften fordern 4  Prozent

In den bisherigen Verhandlungen lehnten die Arbeitgeber alle Rahmenrechtsforderungen der Gewerkschaften ab und boten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von lediglich 2,5 Prozent an. Dem gegenüber steht die Gewerkschaftsforderung von vier Prozent Erhöhung. „Die heimische Industrie ist auf Rekordkurs. Es ist höchste Zeit, die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen“, betonen die BetriebsrätInnen.