Arbeitgeber-Angebot mit 2,02 Prozent ist „eine Verhöhnung der ArbeitnehmerInnen“

Gewerkschaften verstärken Druck, Beschluss von Kampfmaßnahmen bei BetriebsrätInnen-Konferenzen am 25. Oktober

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 192.000 Beschäftigten der Metallindustrie wurden am 19. Oktober mit der vierten Runde für den Fachverband Metalltechnische Industrie (FMTI) fortgeführt. Nach rund neun Stunden wurde die Verhandlung ohne Ergebnis unterbrochen.

Das Gegenangebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt bei mageren 2,02 Prozent, obwohl die Produktivität in der Metallindustrie um sechs Prozent gestiegen ist. Auch bei den Arbeitszeitforderungen der Gewerkschaften gab es bislang zu wenig Entgegenkommen auf Arbeitgeberseite. PRO-GE und GPA-djp bekräftigen erneut die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das Angebot der Arbeitgeber kommt einer „Verhöhnung der Leistungen der ArbeitnehmerInnen“ gleich, kritisieren die Gewerkschaften. „Die Industrie fährt satte Gewinne ein, die Auftragsbücher sind voll. Wir werden daher gemeinsam mit den BetriebsrätInnen am 25. Oktober die weitere Vorgangsweise beraten und gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen beschließen. Wir werden den Druck deutlich verstärken“, sagen die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

 

Bei diesen österreichweiten BetriebsrätInnen-Konferenzen am 25. Oktober werden auch BetriebsrätInnen aus anderen Bereichen wie der Brauindustrie, der Arbeitskräfteüberlassung und des Metallgewerbes teilnehmen. Auch in diesen Branchen finden Lohn- und Gehaltsverhandlungen statt. So erwarten die Gewerkschaften österreichweit mehr als 1.200 TeilnehmerInnen.

 

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