Verhandlungsstart in der Glashüttenindustrie

Nach einer kurzen Pause, ging die diesjährige Frühjahrslohn- und -gehaltsrunde heute mit der ersten Verhandlung für die Beschäftigten der Glashüttenindustrie weiter. Von Arbeitgeberseite gab es allerdings kein Entgegenkommen bei den rahmenrechtlichen Forderungen der Gewerkschaften und ein Angebot von nur 2,5 Prozent für Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Verhandlungen blieben daher ohne Ergebnis. Die nächste Runde findet am 4. Juni statt.

Das Forderungsprogramm der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp:

Gehalts-/Lohnrechtlicher Teil

  • Eine reale Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter sowie der im KV angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Eine reale Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter sowie der innerbetrieblichen Zulagen, unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • 24. und 31. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts
  • Verankerung der Familienzeit (Papamonat)
  • Neudefinition der Lohngruppe 1 in der Hohlglasindustrie

Geltungstermin: 1. Juni 2018
Laufzeit: 12 Monate

KV-Abschluss Chemische Industrie: +3,2 Prozent

KV-Löhne und -Gehälter +3,2 Prozent, Ist-Löhne und -Gehälter +3,1 Prozent, Mindesterhöhung 70,- Euro

Nach der BetriebsrätInnen-Konferenz am Vortag konnten die KV-Verhandlungen der Chemischen Industrie am 18. April in den späten Abendstunden erfolgreich abgeschlossen werden. Mir diesem Abschluss haben die Gewerkschaften für die rund 45.000 Beschäftigten eine Einkommenssteigerung von mindestens 980,- Euro im Jahr erreicht. Der neue Mindestlohn beträgt 1.908,66 Euro.

Der Abschluss im Überblick:

  • Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter sowie der Lehrlingsentschädigungen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der kaufmännischen Lehrlingsentschädigungen um 10%
  • Erhöhung der IST-Löhne und -Gehälter um 3,1 Prozent, jedoch mindestens um € 70,-
  • Erhöhung der Schicht- und Nachtarbeitszulagen um 3,2 Prozent
  • Erhöhung der Aufwandsentschädigungen und des Messegeldes um 2,1 Prozent
  • Außerdem wurde die Möglichkeit der Umwandlung des Jubiläumsgeldes nach 25 Dienstjahren in Freizeit vereinbart.

Chemische Industrie: BR-Konferenz vor 3. Runde

Termine für Betriebsversammlungen in allen Unternehmen bereits fixiert

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Nachdem auch die zweite Runde der KV-Verhandlungen in der Chemischen Industrie ohne Ergebnis geblieben ist, hielten PRO-GE und GPA-djp in Linz eine BetriebsrätInnenkonferenz ab. Die rund 130 TeilnehmerInnen beschlossen einstimmig, alle gewerkschaftlichen Maßnahmen auszuschöpfen, sollten die Verhandlungen scheitern. Wird in der heutigen dritten Verhandlungsrunde keine Einigung erzielt, finden vorerst von 23. bis 25. April in allen Unternehmen der Branche Betriebsversammlungen statt.

Gewerkschaften fordern 4  Prozent

In den bisherigen Verhandlungen lehnten die Arbeitgeber alle Rahmenrechtsforderungen der Gewerkschaften ab und boten eine Lohn- und Gehaltserhöhung von lediglich 2,5 Prozent an. Dem gegenüber steht die Gewerkschaftsforderung von vier Prozent Erhöhung. „Die heimische Industrie ist auf Rekordkurs. Es ist höchste Zeit, die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen“, betonen die BetriebsrätInnen.

Chemische Industrie: Keine Einigung in der zweiten Runde

Trotz mehrstündigen Gesprächen blieb die zweite Verhandlungsrunde für die rund 50.000 Beschäftigten der chemischen Industrie ohne Ergebnis. Die Arbeitegbervertreter lehnten alle rahmenrechtlichen Forderungen von PRO-GE und GPA-djp ab. Bei den Lohn- und Gehaltserhöhungen liegen die Vorstellungen ebenfalls noch deutlich auseinander.

Auch bei Borealis in Schwechat-Mannswörth hält sich die Zufriedenheit mir dem Arbeitgeber-Angebot in Grenzen

Nächster Schritt: BetriebsrätInnen-Konferenz

Die Verhandlungen werden am 18. April fortgesetzt. Die Gewerkschaften werden daher am 17. April eine BetriebsrätInnen-Konferenz in Linz durchführen. Sollte auch die dritte Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis führen, sind von 23. bis 25. April Betriebsversammlungen vorgesehen.

Chemische Industrie: Forderungen übergeben

Startschuss für die KV-Verhandlungen in Österreichs drittgrößter Industriebranche: Am 5. April eröffneten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp die diesjährige Lohn- und Gehaltsrunde für die rund 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie mit der Übergabe des Forderungsprogrammes und der ersten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebervertretern. In dieser ersten Runde stand die Diskussion rahmenrechtlicher Forderungen im Vordergrund, ein konkretes Angebot zu Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt noch nicht vor. Die Verhandlungen werden am 10. April fortgesetzt.

Das Forderungsprogramm:

Gehalts/Lohnrechtlicher Teil

  • Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen – Möglichkeit der Freizeitoption
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungssätze, Angleichung der Lehrlingsentschädigung der kaufmännischen Lehrlinge an die der gewerblichen Lehrlinge
  • Erhöhung der Zulagen und Aufwandsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • Einführung von Gesundheitstagen
  • Recht auf Altersteilzeit
  • Jubiläumsgeld
    • Umwandlung auch für 25jähriges Dienstjubiläum
    • Recht auf Betriebsvereinbarung
  • Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht
  • Inlandstaggeld für alle Auslandsreisen, sofern dieses höher ist

Chemische Industrie: Informationsoffensive vor Verhandlungsstart

Schon vor dem Verhandlungsstart in der Chemischen Industrie am 5. April, informieren die BetriebsrätInnen der Branche die Beschäftigten und holen Meinungen zu den Forderungen für die anstehende Lohn- und Gehaltsrunde ein.

Frühjahrslohn- und -gehaltsrunde startet am 7. März

Die Industriekonjunktur läuft auf Hochtouren: Beste Voraussetzung für ein kräftiges Einkommensplus.

Wenn PRO-GE und GPA-djp dieses Frühjahr wieder für Lohn- und -Gehaltserhöhungen in einigen der größten Industriebranchen des Landes kämpfen, dann sind die Rahmenbedingungen so gut wie schon lange nicht mehr. Das Wirtschaftswachstum wird laut WIFO sowohl 2017 als auch 2018 bei drei Prozent liegen. Eine kräftige Zunahme der  Exporte beflügelt derzeit die Industrieproduktion und auch die positive Entwicklung der Konsumnachfrage stützt weiterhin die Konjunktur. Einziger Wermutstropfen: Auch die Inflation hat wieder angezogen, die Statistik Austria weist für 2017 einen Jahresdurchschnitt von 2,1 Prozent aus.

„Der Aufschwung ist nicht nur da, er ist auch nachhaltig und wird bleiben“, fasst PRO-GE Vorsitzender Rainer Wimmer zusammen. „Die Beschäftigten haben diese Entwicklung mit ihrem Fleiß ermöglicht. Jetzt ist es Zeit, dass sie ihren Anteil daran erhalten.“ Den Auftakt zu Frühjahrslohnrunde macht dieses Jahr die Papierindustrie am 7. März. Im weiteren Verlauf beginnen dann die zweitgrößte Industriebranche Österreichs, die Elektro- und Elektronikindustrie am 12. März und die drittgrößte, die Chemische Industrie, am 5. April die Verhandlungen.

Die Termine:

  • 7. März: Papierindustrie
  • 12. März: Elektro- und Elektronikindustrie
  • 5. April: Chemische Industrie
  • 9. Mai: Glashüttenindustrie
  • 16. Mai: Schuhindustrie
  • 17. Mai: Lederwaren- und Kofferindustrie
  • 29. Mai: Glasbe- und -verarbeitende Industrie