Elektro-/Elektronikindustrie: Fotos aus der Steiermark

Wir bekommen laufend Bilder aus den Betrieben, zuletzt eine größere Menge von Siemens Transformers in oststeirischen Weiz.

Chemische Industrie: Forderungen übergeben

Startschuss für die KV-Verhandlungen in Österreichs drittgrößter Industriebranche: Am 5. April eröffneten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp die diesjährige Lohn- und Gehaltsrunde für die rund 45.000 Beschäftigten der Chemischen Industrie mit der Übergabe des Forderungsprogrammes und der ersten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebervertretern. In dieser ersten Runde stand die Diskussion rahmenrechtlicher Forderungen im Vordergrund, ein konkretes Angebot zu Lohn- und Gehaltserhöhungen liegt noch nicht vor. Die Verhandlungen werden am 10. April fortgesetzt.

Das Forderungsprogramm:

Gehalts/Lohnrechtlicher Teil

  • Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen
  • Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter unter Berücksichtigung der niederen Einkommen – Möglichkeit der Freizeitoption
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungssätze, Angleichung der Lehrlingsentschädigung der kaufmännischen Lehrlinge an die der gewerblichen Lehrlinge
  • Erhöhung der Zulagen und Aufwandsentschädigungen

Rahmenrechtlicher Teil

  • Einführung von Gesundheitstagen
  • Recht auf Altersteilzeit
  • Jubiläumsgeld
    • Umwandlung auch für 25jähriges Dienstjubiläum
    • Recht auf Betriebsvereinbarung
  • Bezahlung der Bereitschaftsdienste in der Nacht
  • Inlandstaggeld für alle Auslandsreisen, sofern dieses höher ist

Textilindustrie: Zweite Etappe für 1.500 Euro Mindestlohn tritt in Kraft

In der Textilindustrie haben sich die Sozialpartner im Vorjahr auf einen zweijährigen Abschluss mit einem Stufenplan zum Erreichen von 1.500 Euro Mindestlohn bis 1. Dezember 2018 geeinigt. Am 1. April 2018 tritt jetzt die zweite Etappe des Stufenplans in Kraft.

Damit ergeben sich folgende lohnrechtliche Verbesserungen:

  • KV-Löhne: +3,06 % im Durchschnitt (bis zu +4,3 % in den niedrigsten Lohngruppen)
  • Ist-Löhne/Gehälter: +2,3 %
  • Lehrlingsentschädigungen: +1,9 %
  • Reisekosten-, Trennungsentschädigung, sowie Messegelder: + 2,05 %

Geltungsbeginn: 1. April 2018
Laufzeit: bis 31.3.2019 (Die Erhöhung der Kollektivvertragslöhne vom 1.12.2018 gilt bis 31.3.2020.)

Mit 1. Dezember 2018 erfolgt die dritte und letzte Etappe des Stufenplans mit einer weiteren Erhöhung der KV-Mindestlöhne um durchschnittlich 3,02 Prozent und bis zu 4,1 Prozent in den niedrigsten Lohngruppen. Die nächsten Verhandlungen zu Rahmenrecht und Ist-Lohn/Gehalt finden mit Februar/März 2019 statt.

Chemische Industrie: Informationsoffensive vor Verhandlungsstart

Schon vor dem Verhandlungsstart in der Chemischen Industrie am 5. April, informieren die BetriebsrätInnen der Branche die Beschäftigten und holen Meinungen zu den Forderungen für die anstehende Lohn- und Gehaltsrunde ein.

Elektro-/Elektronikindustrie: Mehr Bilder aus den Betrieben

 

Zweite Runde Papierindustrie ohne Ergebnis

Noch keine Einigung brachte die zweite Verhandlung für die Arbeiterinnen und Angestellten der Papier- und Pappenerzeugenden Industrie. Die Verhandlungen werden am 10. April fortgesetzt.

Elektro-/Elektronikindustrie: Eindrücke aus den Betrieben

Nach der Übergabe des Forderungsprogrammes informieren die Betriebsrätinnen und Betriebsräte der Elektro- und Elektronikindustrie die Beschäftigten in den Betrieben über die Forderungen.

Große Beteiligung an der KV-Umfrage – Das Ergebnis

Zum Start der diesjährigen KV-Verhandlungen holte das Verhandlungsteam von PRO-GE und GPA-djp mittels Befragung das Stimmungsbild in den Betrieben ein. 3.744 Kolleginnen und Kollegen machten mit. Das Ergebnis zeigt: Verbesserungen bei Lohn/Gehalt und Arbeits-/Ruhezeiten stehen für die Beschäftigten im Vordergrund.

  • Mit 91,44 % ist Mehr Einkommen – faires Geld für ehrliche Arbeit das wichtigste Thema für die Beschäftigten.
  • Für 58,21 % wären Kürzere Arbeitszeiten – Arbeit/Freizeit unter einem Hut ein Gewinn.
  • 58,29 % sagen Anerkennung - Firmentreue gehört belohnt!
  • 50,69 % wollen Mehr Auszeiten – für Familie/Ruhe/Gesundheit im Kollektivvertrag.
  • 34,05 % ist die Volle Anrechnung von Karenzzeiten ein wichtiges Anliegen.

Diese Schwerpunkte sind als konkrete Punkte in das Forderungsprogramm eingeflossen.

Startschuss für Elekro-/Elektronikindustrie

Die KV-Verhandlungen 2018 für die knapp 50.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie sind am 12. März mit der Übergabe des Forderungsprogrammes gestartet. „Die Voraussetzungen für kräftige Lohn- und Gehaltserhöhungen sind so gut wie schon lange nicht. Die heimische Industrie ist auf Rekordkurs, die Auftragsbücher sind voll. Jetzt wird es Zeit, dass die Beschäftigten ordentlich am Erfolg beteiligt werden“, sagen die beiden Chefverhandler für die Elektro- und Elektronikindustrie, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp).

Die Forderungen

  1. Erhöhung der Mindestlöhne bzw. Mindestgehälter

  2. Erhöhung der Ist-Löhne bzw. Ist-Gehälter unter besonderer Berücksichtigung der BezieherInnen niedriger Einkommen

    • Rechtsanspruch auf Freizeitoption

  3. Erhöhung der im Kollektivvertrag angeführten Zulagen und Aufwandsentschädigungen im Ausmaß der Erhöhung der Mindestlöhne/gehälter bzw. im Ausmaß der Ist-Löhne/Gehälter. Abweichend davon soll die Zulage für die 2. Schicht um 25 % und die Zulage für die 3. Schicht bzw. Nachtarbeit um 50 % erhöht werden.

  4. Erhöhung der

    • Lehrlingsentschädigungen auf 40/50/60/80 % des Facharbeiter-lohnes/-gehaltes
    • Lehrlingsentschädigungen nach bestandener Reifeprüfung auf 50/65/75/85 % des Facharbeiterlohnes/-gehaltes (bzw. Aufrechterhaltung der Spreizung.

  5. Rahmenrechtliche Verbesserungen:

    • Einstufung bei Umstufungen nur in die Grundstufe
    • Jubiläumsgeld neu
    • 24.12. & 31.12. – bessere Regelung bei Schicht
    • Erhöhung des Leistungsvolumens auf 0,5 %
    • Anrechnung aller Dienstzeiten für das Erreichen der 6. Urlaubs-Woche

  6. Geltungstermin: 1. Mai 2018, Laufzeit 12 Monate

Papierindustrie macht den Auftakt: Forderungen übergeben

Der Startschuss zur Frühjahrslohn- und gehaltsrunde ist gefallen: PRO-GE und GPA-djp haben heute das Forderungsprogramm für die rund 8.000 Beschäftigten der Papier- und Pappenindustrie an die Arbeitgeber übergeben. Angesichts der hervorragenden Wirtschaftslage fordern die Gewerkschaften ein kräftiges Einkommensplus.

KV-Forderung 2018
Papier- und Pappenindustrie

  • Eine deutliche reale Erhöhung der Kollektivvertragslöhne und Kollektivvertragsgehälter
  • Eine deutliche reale Erhöhung der IST-Löhne und IST-Gehälter unter besonderer Berücksichtigung der niederen Einkommen – Mindestbetrag 85,00 Euro
  • Erhöhung der Lehrlingsentschädigungssätze, Zulagen und Aufwandsentschädigungen
  • Verkürzung der Normalarbeitszeit auf 33,6 bzw. 36 Stunden bei vollem Lohn-/Gehaltsausgleich
  • 24. und 31. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts
  • Familienzeitbonus (Papamonat): Rechtsanspruch und Kündigungsschutz
  • Volle Anrechnung von Karenzzeiten (inkl. Papamonat) auf alle arbeitsrechtlichen Ansprüche, die sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses bemessen
  • Ruhezeit nach Arbeitseinsatz während Bereitschaft (mind. 10 Stunden)
  • Aufnahme von Gesprächen zur Neugestaltung der Dienstjubiläen
  • Geltungstermin: 1. Mai 2018
  • Laufzeit: 12 Monate